Für eine bessere Balance zwischen Familie und Beruf!

Landräte zeichnen 19 Unternehmen als „familienfreundlich“ aus

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist längst kein Randthema oder „Nice-to-have“ mehr, sondern eine der zentralen Herausforderungen der modernen Arbeitswelt. 19 Unternehmen aus Siegen-Wittgenstein und Olpe, die es ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, berufliche Verpflichtungen besser mit ihrer familiären Verantwortung in Einklang zu bringen, haben jetzt das Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen“ erstmals oder erneut erhalten.

Familie und Beruf gleichen häufig einem Balanceakt – zwischen Terminkalender und Privatleben, zwischen Verantwortung und Fürsorge. „Als familienfreundliche Unternehmen sorgen Sie dafür, dass dieser Balanceakt nicht zur Zerreißprobe wird“, so Landrat Andreas Müller bei der Zertifikatsverleihung. „In Zeiten von Fachkräftemangel, demographischem Wandel und neuer Erwartungen an Arbeit zeigt sich mehr denn je: Unternehmen, die Familienfreundlichkeit und das Thema ‚Care-Arbeit‘ ernst nehmen, investieren nicht nur in ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch in ihre Zukunft als attraktive Arbeitgeber.“

Die Landräte Andreas Müller (Siegen-Wittgenstein) und Theo Melcher (Olpe) haben die Zertifikate jetzt im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen feierlich übergeben. „Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern flexible Lösungen anbieten, profitieren auch selbst davon. Wer mit einem Lächeln zur Arbeit geht, ist produktiver und motivierter“, sagt Landrat Theo Melcher bei der Verleihung.

„Viele Unternehmen denken zu Beginn des Prozesses, dass Familienfreundlichkeit ein gänzliches neues Thema für sie ist“, stellt Melanie Schreier von der Regionalagentur Siegen-Wittgenstein und Olpe fest. „In den ersten Gesprächen zeigt sich dann aber, dass es häufig schon familienfreundliche Maßnahmen im Betrieb gibt. Gemeinsam mit dem Unternehmen, der Regionalagentur und unseren Gutachterinnen wird festgelegt, wie diese familienfreundlichen Strukturen ausgebaut werden können.“

 

Neuer Bildungsscheck 2.0: Unterstützung für berufliche Weiterbildung in NRW

Neuer Bildungsscheck 2.0:
Unterstützung für berufliche Weiterbildung in NRW

Weiterbildung lohnt sich – und wird aus diesem Grund auch weiter gefördert: Mit dem Bildungsscheck 2.0 unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen ab 2026 gezielt Menschen, die ihre beruflichen Kompetenzen ausbauen möchten. Das Programm wird aus Landesmitteln sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert und ist am 1. Januar 2026 in Kraft getreten.

Anträge können ab Montag, 2. Februar 2026, gestellt werden. Antragsberechtigt sind Einzelpersonen mit Wohnsitz in NRW und einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 50.000 Euro (bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren bis 100.000 Euro). Voraussetzung ist, dass für die jeweilige Weiterbildung keine andere Förderung in Anspruch genommen werden kann. Es werden ausschließlich Einzelpersonen unterstützt.

Gefördert werden berufsbezogene Weiterbildungen, die im Zusammenhang mit der aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit stehen – etwa der Erwerb oder das Nachholen von Abschlüssen, die Anerkennung ausländischer Qualifikationen, Sachkundenachweise oder die Erweiterung vorhandener Kompetenzen.

Der Bildungsscheck 2.0 übernimmt 50 Prozent der anerkannten Weiterbildungskosten, maximal 500 Euro. Eine Antragstellung ist einmal pro Kalenderjahr möglich. Nicht förderfähig sind Fahrt-, Unterbringungs- oder Verpflegungskosten sowie betriebliche Weiterbildungen.

Alle Informationen rund um den Bildungsscheck sind zu finden unter www.regional-agentur.de/bildungsscheck-2-0-nrw. Für Fragen rund um den Bildungsscheck steht die Gestaltung, Innovation und Beratung in der Arbeits- und Sozialpolitik GmbH in Bottrop zur Verfügung. Telefonisch zu erreichen unter 02041 767 555 oder per Mail an bildungsscheck@gib.nrw.de.

Fit und gesund im Arbeitsalltag

Gesundheitstag mit vielen Infos für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Die Akteure des Arbeitskreises Demografie laden Unternehmer, Personalverantwortliche und Beschäftigte am
Dienstag, 17. März, zum Gesundheitstag ein. Von 13:30 bis 17:30 Uhr dreht sich in den Räumlichkeiten der IHK Siegen alles um gesundheitsorientiertes Arbeiten und Prävention im Berufsalltag. In einer sich wandelnden Arbeitswelt, in der Stress und gesundheitliche Belastungen zunehmen, wird betriebliche Gesundheitsförderung immer wichtiger. Der Gesundheitstag bietet mit Vorträgen wertvolle Impulse für Arbeitgeber und Beschäftigte. Auf dem Markt der Möglichkeiten – einer parallel laufenden Kleinmesse – können die Besucher zudem praxisnahe Einblicke gewinnen, etwa beim Testen eines Exoskeletts der Universität Siegen oder durch einen Mobility Check der Fast Coaches mit anschließender Ausstellung eines Gesundheitspasses. Zu den weiteren Ausstellern gehören: AOK, Besser Sehen Krumm, Anna Simon, Coach und Beraterin für mentale Gesundheit, iGuS – Gesund im Beruf, AMZ Siegerland und die Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA).
Das Programm umfasst spannende Fachvorträge, unter anderem zum Thema psychische Belastungen: Diese
gehören mittlerweile zu den häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit. Doch was macht psychische
Gesundheit eigentlich aus? Welche Bedürfnisse tragen dazu bei, dass wir seelisch stabil bleiben? Wie erkennt
man erste Warnsignale, ohne voreilig zu urteilen? Wie kann man betroffene Kollegen behutsam ansprechen –
und welche Rolle können Gesundheitsscouts dabei spielen? In ihrem halbstündigen Vortrag gibt Anja Feldmann vom AMZ Siegerland e.V. praxisnahe Einblicke, wie psychische Erkrankungen frühzeitig erkannt werden können, wie ein sensibler Gesprächseinstieg gelingt und welche Möglichkeiten der Unterstützung im Raum Siegen und Olpe bestehen. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und eine wichtige Brückenfunktion im Unternehmen zu stärken. Anna Simon, Coach & Beraterin für mentale Gesundheit, widmet sich in ihrem Vortrag „Teams-Call, Tab-Chaos, Technostress: Wenn digitales Arbeiten zur Stressfalle wird“ der Überforderung durch digitale Technologien und ständige Erreichbarkeit. Ihr Beitrag zeigt, wie Technostress und Multitasking Konzentration, Leistungsfähigkeit und Gesundheit beeinflussen und welche wirksamen Strategien dagegen helfen. Neben den Fachvorträgen berichten Unternehmensvertreter in einer Talkrunde von ihren Erfahrungen direkt aus ihren Betrieben. Bei den Best-Practice-Beispielen gehen die Gesundheitsexperten auf erfolgreiche Maßnahmen, Erfahrungen, Chancen und Herausforderungen ein.