Neun Unternehmen begrüßten jetzt Melanie Schreier und Dorothea Kuhl von der Regionalagentur Siegen-Wittgenstein/Olpe zur Auftaktveranstaltung im Siegener Lÿz. Zunächst informierte die Moderatorin Alexandra Wachendorfer von a priori, Bonn, die Unternehmensvertretungen über den Ablauf des Zertifizierungsverfahrens. Anschließend tauschten sich die Unternehmensver-tretungen über die bereits vorhandenen und geplanten familienfreundlichen Angeboten aus. Nach der dreistündigen Veranstaltung waren sich alle Teilnehmenden einig, dass es ein sehr lohnenswerter Austausch auf Augenhöhe war. Sie freuen sich auf die weiteren drei Veranstaltungen und weitere Angebote in ihren Betrieben zu implementieren.
Autor: Anastasia Zenz
Firma Wichmann Brandschutzsysteme über Vorteile des Zertifizierungsprozesses Familienfreundliche Unternehmen
Alle Unternehmen wollen die besten Fachkräfte. Doch diese Fachkräfte wollen heute überzeugt werden, dass ein Unternehmen das Richtige für sie ist. Eine ganz wichtige Frage dabei: Wie gut sind Beruf und Familie zu vereinbaren?
Mit dem Zertifikat „Familienfreundliches Unternehmen“ können Betriebe für alle sichtbar nachweisen: Wir setzen ein deutliches Zeichen für gelebte Familienfreundlichkeit und nachhaltige Arbeitskultur.
52 Unternehmen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe haben sich bereits erfolgreich zertifizieren lassen. So wie die Firma Wichmann Brandschutzsysteme im Attendorner Industriegebiet Ennest. Das mittelständische Unternehmen, das sich auf innovative Brandschutzlösungen spezialisiert hat, zeigt, wie moderne Arbeitsbedingungen und familienfreundliche Maßnahmen Hand in Hand gehen können.
Seit Jahren engagiert sich Wichmann Brandschutzsysteme für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Aus diesem Grund wurde das Unternehmen im Jahr 2023 zum erste Mal mit dem Siegel „Familienfreundliches Unternehmen“ von der Regionalagentur für die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe ausgezeichnet.
„Wir sind sehr froh, das Zertifikat Familienfreundliches Unternehmen tragen zu dürfen. Es ist für uns eine Bestätigung für das, was uns schon immer wichtig war und ein schönes, nun auch nach außen sichtbares Zeichen unserer Werte als Familienunternehmen“, erläutert Joyce Stachelscheid von der Firma Wichmann. „Die Zusammenarbeit mit der Regionalagentur hilft uns, die gelebte Familienfreundlichkeit weiter zu optimieren, neu zu denken und so noch weitere Angebote bereitzustellen, die unsere Mitarbeitenden unterstützen.“
Noch in diesem Jahr können sich weitere Unternehmen aus den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein, denen das Thema Familienfreundlichkeit am Herzen liegt, sich erstmals oder wieder zertifizieren lassen.
Mit dem Zertifikat wollen wir die Unternehmen in der Region dabei unterstützen, für Arbeitnehmer attraktiv zu sein“, erklärt Doro Kuhl von der Regionalagentur. Unternehmen aus Olpe und Siegen-Wittgenstein, die sich für das Zertifikat interessieren, können sich bei der Regionalagentur melden.
Anfangs gibt es einige Workshops zum Thema Familienfreundlichkeit – später kommt eine Gutachterin ins Unternehmen. Die spricht sowohl mit der Unternehmensleitung als auch mit der Arbeitnehmervertretung. „So werden beide Seiten befragt und man bekommt ein gutes Bild davon, wie die familienfreundlichen Maßnahmen im Unternehmen funktionieren“, sagt Doro Kuhl.
In den Gesprächen mit den Gutachterinnen wird schnell deutlich, was Unternehmen gut machen und was noch verbessert werden kann. „Bei uns als Familienunternehmen werden flache Hierarchien, offene Ohren und Türen gelebt. Dadurch haben wir schon vor der Begutachtung von unseren Mitarbeitenden erfahren, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir legen Wert darauf, dass jeder einzelne Mitarbeitende sollte es nötig sein, aufgefangen wird“, erzählt Annette Umlauf, Projektverantwortliche bei der Firma Wichmann. „Uns war klar, dass wir schon vieles richtig machen, aber die Zertifizierung hat uns da einfach eine Struktur gegeben“, sagt sie.
Flexible Arbeitszeiten, Gesundheits- und Sportangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Familienfeste mit Aktivitäten für Groß und Klein setzt das Unternehmen schon länger um. In Zukunft soll das Angebot noch weiter ausgebaut werden – zum Beispiel mit Angeboten für Mitarbeitende mit pflegenden Angehörigen. Dafür ist auch das Netzwerk hilfreich, das man mit der Zertifizierung aufbauen kann. Denn neben den Workshops organisiert die Regionalagentur auch regelmäßige Netzwerktreffen, zu denen alle zertifizierten Unternehmen eingeladen werden. „Wir gehen da immer hin und der Austausch ist sehr wichtig für uns. Dabei können wir von den Erfahrungen anderer Unternehmen profitieren“, sagt Joyce Stachelscheid.
Social Day 2025
Der Social Day hat erstmalig am 18.02.2025 im Berufskolleg AHS in Siegen stattgefunden. Über 300 Schüler in der Berufsorientierungsphase aus der ganzen Region konnten von 09 bis 13 Uhr mithilfe von spannenden Mitmachaktionen und Workshops einen Einblick in Gesundheits-und Sozialberufe bekommen und Kontakte knüpfen. Initiiert wurde das Pilotprojekt von der Agentur für Arbeit Siegen, der Kommunalen Koordinierungsstelle “Kein Abschluss ohne Anschluss” (KAoA), dem Kreis Siegen-Wittgenstein und der Regionalagentur Siegen-Wittgenstein/Olpe sowie den Berufskollegs AHS und Wittgenstein. Das Angebot begeisterte Schüler:innen und Lehrkräfte. Praxisnah und erlebbar konnten die Berufe ausprobiert werden: Wiederbelebungsmaßnahmen an Puppen, Feuer löschen und Rollenspiele mit Patienten im Pflegebereich. Das vielseitige Angebot aller Aussteller und gezeigten Berufe kann dem Flyer entnommen werden. Auch die Betriebsfeuerwehr der Deutschen Edelstahlwerke lobte die zielführenden Gespräche mit interessierten Schüler:innen. Der Direktor des Berufskollegs AHS zeigt sich ebenfalls zufrieden über die positive Resonanz und freut sich auf den nächsten Social Day im Jahr 2026.
